Pilla erinnert sich: Kühe und Pferde

Unser Vereins-Urgestein "Pilla" Hoffmann erinnert sich an die Anfänge unserer Vereinsgeschichte. Hier sind einige seiner Erinnerung:

Einen Nachteil hatte unser Fluggelände auf der Kuschert. Es diente zugleich als Gemeinschaftsweiden für die Blintroper Bauern und stets mußten vor Beginn des Flugbetriebes erst einmal zwei „Cowboys“ genannte Burschen das Vieh in eine Ecke der riesengroßen Weide treiben. Dieser Umstand bescherte uns zwei ungewöhnliche Brüche. Der erste als „Kappes“ Dürre mit einem Zögling auf dem Rücken eines Rindes landete. Nebst dem Piloten erschrak auch das Rind und schüttelte den Zögling von sich. Der landete unsanft aus Rindsrückenhöhe und erlitt einige Beschädigungen.

Das war abernichts gegen jene Schäden die entstanden, weil die "Erzväter“ der Leisefliegerei wie immer eine Mittagpause einlegten und drei Gleiter – weil niemand dableiben wollte - einfach unbewacht zurückließen. Als sie - gestärkt von Schinkenschnittchen und Bier - zum „Feldherrenhügel“ zurückkamen bot sich ihnen ein grausiges Bild. Von den staunenden Kühen umgeben, standen zwei Gäule mit den Vorderhufen jeweils in der abgesenkten Tragflähe und rissen mit dem Maul genüßlich – weil das so schon ratschte - die Trangflächenbespannung die ihren Hufen nicht widerstanden hatte, jetzt mit Freude von den Spieren. Noch nie zuvor sind „Viecher“ so vorsichtig und freundlich gebeten worden, den Tatort zu verlassen. 14 Tagr mußte repariert und konnte nicht mehr geflgen werden. Seither ist niemals wieder die Blintroper Viehherde mit diesen seltsamen Fressgewohnheiten unbewacht gelassen worden.