Pilla erinnert sich: Die Küntroper Ketzer

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Vereinsurgestein Pilla Hoffmann erinnert sich an die Anfänge unserer Vereinsgeschichte:

„Aller Anfang ist schwer“
Dieses Sprichwort trifft im Kern die Probleme unseres Wiederanfanges.
Freilich, durch Schaden klug geworden, vertrauten wir den Bau unseres neuen Baby III unserem Fluglehrer Hans Fröhlich an. Der hatte ohnehin mit seiner neuen Firma Pleite gemacht, die Werkstatt stand leer, es konnte beginnen und es wurde auch. Zugleich wurde der „gefundene Ford-LKW“ zur Winde umgebaut und ein GU5 Segelflug-Transportwagen ebenfalls. Im Frühjahr 1952 standen das Baby, ein gekaufter SG 38 und die Winde zur großen Tauf-Fete im Garten des Hotels zur Post bereit. Das Baby III wurde vom Bürgermeister auf den Namen des heimischen Zeppelin-Pioniers Karl Berg, der Gleiter Stadt Werdohl getauft, es konnte losgehen, denn mit den Küntroper Bauern hatten wir einen vorläufigen Pachtvertrag über ein Fluggelände unterhalb der früheren Kuschert vereinbart. Ob alle damaligen 149 Mitglieder!!!!! auf der Matte standen weiß ich nicht mehr. Wohl erinnere ich mich, dass ein Mords-Gedränge auf einen Start herrschte. Der Überprüfungsstart wurde auf dem offenen SG 38 im Hochstart absolviert. Was in einem offenen Gleiter offiziell verboten war. Da wir noch keine Anschnallgurte für das Baby III besaßen, hatten wir uns mit einer Pflugleine eines Bauern nicht angeschnallt, aber angebunden. Unsere Start-Euphorie bescherte uns die erste Panne, als wir fröhlich über der Küntroper Fronleichnamsprozession herumkurvten was zur Folge hatte, dass selbst fromme Küntroper nicht zur Monstranz sondern zum Baby bei seinen Steilkurven schauten, hatten wir „Ketzer“ abends die Kündigung fürs neue Gelände auf dem Tisch.

Impression vom Flugplatz

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Wetter am Flugplatz



Quelle: www.meteomedia.de / Klicken für großes Bild