Stammtisch am 1. Freitag des Monats

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wie im Jahre 2017 findet auch in 2018 immer am ersten Freitag des Monats um 19 Uhr unser Stammtisch in der Kantine statt.

Pilla erinnert sich: Petscho Sr. kruder Humor

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Vereinsurgestein Pilla Hoffmann erinnert sich an die Anfänge unserer Vereinsgeschichte:

Seinen - oft kruden – Humor entfaltete der 2 1/2 Zentner schwere Petscho bei unseren ersten Fliegerferien auf dem Klippeneck. Hier tat er den feierlichen Schwur, keinen Schritt zu Fuß zu gehen. Das galt vor allem beim morgendlichen Toilettengang. Denn waschen mußten wir uns auf halber Hanghöhe an einer Quelle, weil es wegen der Trockenheit unmöglich war, Wasser auf die 1000 Höhenmeter zu pumpen. Als unsere drei mitgefahrenen Frauen Petscho – der natürlich zur Quelle fuhr - fragten, ob er sie in seinem Wagen mitnehmen könne, sagte der sofort ja. Die Ahnungslosen stiegen am nächsten Morgen in Petschos Opel und --- der fuhr an der Quelle vorbei fuhr mit den nur mit Dessous bekleideten Mädchen nach Spaichingen herein. Die Leute staunten dort nicht schlecht, als der – auch nur mit einer Badehose bekleidete Petscho vor der Kirche anhielt und den eben sort heraustretenden „Hochwürden“ den der „unsittliche Anblick der leicht bekleideten und schimpfenden Damen erzürnte" nach dem Weg zum Klippeneck fragte.

Pilla erinnert sich: Weihnachten in Athen

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Vereinsurgestein Pilla erinnert sich an die Anfänge der Vereinsgeschichte:

 Ich war als Kuriermaschine von Athen nach Wien eingeteilt und wir hatten die Lufthansa-Werft in Wien schon mit drei Stangen Zigaretten bestochen sich einige Tage mit kleinen Reparaturen an unserer JU52 zu beschäftigen und für "Weihnachtsurlaub" zu sorgen. Genau zum Heiligen Abend gab es ein "Donnerwetter" seitens der Flugplatz-Leitung und wir mußten bei 2000m Sicht und 50m Wolkenhöhe heimwärts starten. Ich sehe heute noch die roten Warnsleuchten des Kirchturms von Groß-Enzersbach unter uns durchhuschen. Einem mitfliegenden Gast (Jagdflieger mit "Eisenschlips Ritterkreuz"), der einmal erleben wollte, wie das mit dem Blindflug ist, trat der kalte Schweiß auf die Stirn. Bei der Zwischenlandung in Belgrad stieg der aus. Der "Balkanberater", das waren erfahrene Lufthansa-Kapitäne in Sofia-Wrasdebna, warnte vor dem Weterflug. Ich hatte aber neben sieben Urlaubern auch 7 Weihnachtsbäume für unsere Leute in Athen an Bord. 5 Minuten später bereue ich es, auf diese Warnung nicht gehört zu haben. Der Schneesturm in den wir hineinflogen war die Hölle. Wie sollten wir angesichts dieses Höllentanzes unsere Maschine überhaupt über die 2800m hohen Rhodopen und den Mus Allahh / Alhas Berg hinwegsteigen? "Vergessen Sie bloß nicht die Wien die Weihnachtsbäume!!!" lautete der Befehl. Die flogen, zusammen mit den sieben Landsern an Bord wie wild im Laderaum durcheinander. Gerade, als ich in dieser Schneehölle Richtung Saffia umkehren will, wird es schlagartig still. Ich bin baff, weiß aber zugleich, was da metereologisch passiert ist. "Was ist das!" brüllt mein Funker und zeigt auf das Vario. Bei ganz ruhiger Luft zeigt das anstatt des erbärmlichen halben Meters pro Sekunde  2m/sec beständiges Stgeigen an. Mir als Segelflieger ist klar, was da passiert ist. Wir sind in im Blindflug in einen Wellenaufwind gestoßen. Der trägt uns auf 4400 mHöhe, unsere "ausgelatschten" BMW-Motoren können sich "erholen" der Schneestürm föhnt an der Südseite auf, rechts ragt aus einer mittelhohen Wolkenschicht der Olymp in den Himmel und wir können sogar in Saliooniki-Sedes, wie für Kuriermaschinen vorgeschrieben landen.

Schweißgebadet gelandet, staune ich über eine Menge JU52 die hier geparkt sind und erfahre: Das isr unsere Gruppe, die, während wir uns in Wien verlustierten den Befehl zur Verlegung nach Jena erhielt und hier wegen der Schneestürme über den Rhodopen nicht weiter kommen. Auf meine Frage, ja, und was ist mit unseren Weihnachtsbäumen? Höre ich nur, die kannste in den Dreck schmeißen. Als ich dann bei der Flugleitung nachfrage ob wir unsere Bäume nicht bei Griechen loswerden können kommt die Belehrung: Die Orthodoxen feiern erst in 14 Tagen Weihhnachten. So landen unsere 7 schönen Weihnachtsbäume im schwarzen Schlamn des Salionikier Flugplatzes in Sedes und wir "feiern" im Soldatenheim "Kommissweihnachten" 1943 die traurigste Kriegsweihnacht von allen...

Pilla erinnert sich: Wir ziehen um!

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Vereinsurgestein Pilla erinnert sich an die Anfänge der Vereinsgeschichte:

Das ist zwar leicht gesagt; in Wirklichkeit aber problematisch. Küntrop war zu Fuß oder per Fahrrad leicht zu errreichen. Deilinghofen aber, wo inzwischen fast alle Vereine, die vor und im Krieg dort geflogen hatten wieder starten, liegt mehr als 30km entfernt. Ohne Auto kaum zu erreichen. Damals besitzen aber ganze drei Mann im Verein ein Auto. Kommt hinzu, daß wir Flugzeuge, Winde und das übrige Startgerät bei Deilinghofer Bauern auf Transportwagen in deren Scheunen unterbringen müssen. Ein Flug-Tag beginnt mit mühsamer Montage, wer schon jemals einmal einen SG 38 mit seinen dutzend Spannschlössern aufgerüstet hat weiß, wovon ich spreche. Hinzu kommt, dass die Polizei den mehr oder weniger illegalen Transport des Materials mit nicht zugelassenen Fahrzeugen beobachtet, wie unsere Winden - mit ihrem Fahr-Motor nicht zugelassen auf öffentlichen Straßen - aufs Fluggelände fahren. Unseren Einwand, es handele sich da doch um „fahrbare Arbeitsmaschinen“ will sie nicht gelten lassen. Ein wenig mag es geholfen haben, dass Petscho der Schwere stets für Bier-Nachschub bei den zuständigen Polizeiwachen sorgt. Sprach da jemand von „Korruption?“
Nachdem Karl Dunkers Materialwagen die Last von 11 Fliegern über den Berg schaffte war für den nötigen Personaltransport gesorgt. Platz genug war auf dem alten Truppenübungsplatz für 4 – 5 Flieger. Der Arbeitsaufwand war aber ungewöhnlich hoch.

Impression vom Flugplatz

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Wetter am Flugplatz



Quelle: www.meteomedia.de / Klicken für großes Bild